„In einer Sternennacht am Hafen“ erzählt von Fernweh und Heimweh, von Liebe und verlassen werden; Der Abend lässt heimwehkranke Matrosen und strahlende Kapitäne gleichermassen auftreten und singen, wie die verlassene Seemannsbraut am Kai, mordlustige Piraten, den bärtigen Klabautermann beim Schiffbruch oder den von Kummer betrunkenen Maat in der Kombüse.
Der Tages-Anzeiger schrieb: „Sturmwarnung gab es keine, und doch toste es am Ende des Premierenabends gefährlich im Zuschauerraum des Theaters. Die Planken unter den Sitzreihen vibrierten, und der Applaus brandete in grossen Flutwellen durch den Raum. (...) Wenn Fueter etwa am Klavier unvermittelt vom stoischen Kapitän zum bärtigen Klabautermann mutiert, wenn Rohr als herbe Seemannsbraut in komischer Verzweiflung ihrem Johnny nachplärrt oder als desorientierter Pirat im Zwielicht eine brüchige Ballade intoniert, dann wird da wohl mit den bekannten Motiven gespielt, es wird überzeichnet und geschwelgt, doch geben die schrägen Interpretationen den Liedern dabei eine neue überraschende Kraft.“
„ Als Bergkind fühle ich mich heimischer in der Bergwelt, aber träume gerne von der Ferne. Das Meer verkörpert für mich diese Ferne, die Weite, das Unhaltbare, auch etwas exotisch Fremdes. Sehnsucht hat ganz ähnliche Eigenschaften, und so glaube ich, die Sehnsucht nach dem Meer zu spüren." Marie-Theres Nadig
„„... nimm uns mit, Kapitän, auf die Reise...“
| Gesang und Spiel: | Daniel Rohr |
| Musikalische Leitung: | Daniel Fueter |
| Regie: | Sabine Boss |
| Bühne und Ausstattung: | Silvia Burgermeister |
| Lichtkonzept: | Regina Meier |
| Produktionsleitung: | Rahel Leugger |
Eine Stern-Theater-Produktion.
Premiere: 3. November 2006 im Theater Rigiblick
Daniel Rohr
* 1960 in Zürich. Nach seiner Ausbildung zum Schauspieler und Regisseur an der Hochschule Mozarteum Salzburg arbeitete Daniel Rohr zunächst am Theater Bonn, bevor er lange Jahre am Theater an der Ruhr in Mühlheim und am Deutschen Theater in Göttingen als Schauspieler tätig war. In diese Zeit fällt auch die Gründung des Göttinger Innenhof-Theater-Festivals, das er bis heute leitet.
1999 kam er zurück in die Schweiz an das Theater Neumarkt Zürich und übernahm 2004 die Leitung des Theater Rigiblick, die er bis heute innehat. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler, Theaterleiter und Regisseur kann Daniel Rohr auf eine beachtliche Filmkarriere zurückblicken. Er spielte unter anderem in den bekannten Filmen von Sabine Boss „Ernstfall in Havanna“, von Christoph Staub „Sternenberg“, von Fredi M. Murer „Vitus“ und von Michael Steiner „Grounding“. Als Regisseur und Schauspieler zeigte er sich dem Zürcher Publikum in den Produktionen „ZAPPA!, alles über Frank“ (Theater Neumarkt 2001), „Howl“ von Allen Ginsberg (Theater Neumarkt 2002), „The lamb lies down on Broadway“ nach Peter Gabriel (Theater Neumarkt 2003), „In einer Sternennacht am Hafen“ (Theater Rigiblick 2006) sowie den Produktionen „Azzurro“ (Theater Rigiblick 2007) und „Faust“ (Theater Rigiblick 2008) , mit Gastspielen am Schauspielhaus Hamburg und Bremen, Bielefeld sowie in Bangkok und Teheran.
Daniel Fueter
1949 in Zürich geboren, Klavierstudium an Konservatorium und der Musikhochschule Zürich, Lehr- und Konzertdiplom. Seit 1973 musikpädagogisch und administrativ in verschiedenen Funktionen tätig, unter anderem 2003 bis 2007 Rektor der damaligen Hochschule Musik und Theater Zürich. Schrieb gegen hundert Bühnenmusiken für Theater im deutschsprachigen Raum; daneben hauptsächlich Chansons, Lieder, Klavier- und Kammermusik, Chorwerke und Musiktheaterstücke. Zu den grösseren Werken gehören eine Oper und eine Operette auf Libretti von Thomas Hürlimann, eine Kammeroper auf Texte von Lukas Bärfuss und ein Oratorium auf einen Text von Jürg Jegge. Tritt als Liedbegleiter auf. Unterrichtet Liedgestaltung am Departement Musik der Zürcher Hochschule der Künste und in Meisterklassen in Europa. Vater von zwei Töchtern, Grossvater einer Enkelin und eines Enkels. Verheiratet mit der Pianistin Eriko Kagawa. Daniel Fueter erhielt 2011 den Kulturpreis des Kantons Zürich.
Sabine Boss
- 1987 - 91 Tontechnikerin bei Film und Theater
- 1992 - 96 Kunsthochschule in Zürich, Studienbereich Film und Video, Regie und Drehbuch
- 1997 - 99 Freie Mitarbeiterin bei SF DRS und TV3 und Regieassistentin am Deutschen Schauspielhaus Hamburg
FILM-REGIE UND DREHBÜCHER
- 2006 „Kein Zurück“, TV-Spielfilm (Buch und Regie)
- 2005 „Undercover“, Kino-Spielfilm (Regie)
- 2002 "Ernstfall in Havanna", 90', Kino-Spielfilm (Regie)
- 2000 "Studers erster Fall", 90', TV Spielfilm (Regie und Drehbuch), Ausstrahlung SF DRS, 3sat und Arte
- 1997 "ein ja zum vielleicht", TV-Dokumentarfilm über das Akko Theater in Israel, 60'
- 1996 Regie "Endspurt", Kurzspielfilm, Internationales Filmfestival von Locarno ("Pardi di domani")
- 1993 "Frauen Gala", Videoinstallation, zusammen mit Pipilotti Rist und Sabine Gisiger
- 1992 "+ alles andere", Dokumentarfilm, 28', (Co-Regie mit den 'Seefrauen'), Qualitätsprämie Bundesamt für Kultur
THEATER-REGIE
- 2006 „Einsame Menschen“, von Gerhard Hauptmann, Luzerner Theater
- 2005 "Stand up", Schauspielhannover
- 2004 "E la nave va", nach Fellini, Luzerner Theater
- 2003 "Take off", Theaterhaus Gessnerallee,
"Tod auf dem Nil", von Agatha Christie,
Luzerner Theater
"Frühstück", von David Gieselmann, Uraufführung Schauspielhannover - 2002 "Fun Bad", Expo.02, Arteplage mobile du Jura
- 2001 "Am offenen Herzen", Liederabend, Schauspielhannover
- 2001 "Nike", von Thea Dorn, Uraufführung, Schauspielhannover
- 2000 "Creeps", von Lutz Hübner, Theater-Inszenierung, Uraufführung am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, Einladung zu diversen Gastspielen und Festivals, u. a. Zürcher Theaterspektakel, (Nominiert für den Deutschen Jugendtheaterpreis)
Div. Regieassistenzen, u.a. bei Dimiter Gotscheff, Sepp Bierbichler, Matthias Hartmann, Christoph Schlingensief
Silvia Burgermeister
- 2006 -
nichts und wieder nichts von Nathalie Sarraute,
passbild Theaterproduktionen Theater Rigiblick Zürich
Lichthoftheater Hamburg. R: Katrin Sprange D: Julie Paucker B: Silvia Burgermeister K: Charlotte Willi M: Andi Peter.
Modellbauunterricht an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich, Studienabteilung Szenografie.
Bühnenbildassistenz bei Alain Rappaport, Zürich. - 2005 -
Bühnenbildassistenz bei Alain Rappaport, Zürich.
Kilroy Sprechoper, Stadttheater Chur,
T: Jürg Federspiel M: David Sontòn- Caflisch R: Manfred Ferrari B: Silvia Burgermeister. - 2003 / 2004 -
Bühnenbildassistenz Schauspielhaus Zürich
Sieben Sekunden / Für eine bessere Welt,
R: Falk Richter B: Dirk Thiele.
Dantons Tod, R: Christoph Marthaler B/K: Anna Viebrock.
Geschwister Tanner, R/B/K: Anna Viebrock.
Forgeries, love and other matters,
R: Meg Stuart / Benoît Lachambre B: Doris Dziersk.
„Worttheater„ Schauspielhaus Zürich,
Ein Projekt v. Karl Baratta (Volkstheater Wien),
Raumkonzept: Silvia Burgermeister / Astrid Dollmann / Ramallah Aubrecht.
57 Minuten 38 Sekunden Ewigkeit,
Schauspielhaus Zürich, Bunker,
R: Bibiane Beglau / Stefan Jäger B: Silvia Burgermeister / Astrid Dollmann.
Mentorat an der Fachhochschule für Gestaltung Zürich, Szenisches Gestalten (Diplomarbeit). - 2002 -
Diplomarbeit Bühnengestaltung:
Rauminstallation „Der Berg ruft“
Akad. der bildenden Künste Wien bei Prof. Erich Wonder.
Modellbauunterricht an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich, Szenisches Gestalten.
Hasentanz Hamburg / Düsseldorf,
Text- und Videoinstallation, T: und R: Sophia Lungwitz, Videokonzept und Film: Silvia Burgermeister. - 2001 -
Gastsemester Szenisches Gestalten,
Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich.
Urfaust, Kampnagel Hamburg,
R: Sophia Lungwitz B: Silvia Burgermeister. - 1999 -
Geburt meiner Tochter Luisa.
Bühnenbildassistenz, Thalia – Theater Hamburg:
Stella, R: Marianne Kross B: Bodo Demelius
Drei Schwestern, R: Jürgen Flimm B: Bodo Demelius. - 1997 -
Studienbeginn Bühnengestaltung bei
Prof. Erich Wonder, Akademie der bildenden Künste Wien. - 1994 - 1997:
Philoktet, Schlachthaus Bern,
R: Christian Probst B/K: Silvia Burgermeister,Theater Elch.
Jugend ohne Gott, Anatomiehörsaal Bern
R: Christian Probst K: Silvia Burgermeister
Best Uni Tobler, Rauminstallation,
Eröffnung Universität Tobler Bern,
R: Christian Probst Raumkonzept: Silvia Burgermeister
Prinzessin Maleine, Universität Bern
R: Christian Probst B: Silvia Burgermeister - 1994 / 1996 -
Bühnenbildhospitanzen
Stadttheater Bern bei Werner Hutterli und am
Schauspiel Leipzig bei Horst Vogelgesang

